What am I gonna do?

WHAT!?



Zukunft.
Wiederholt muss ich mich mit meiner Zukunft auseinander setzen.
Bin ich wirklich so dumm, so zurückgeblieben, habe ich so wenig vom Leben gelernt, dass ich meine Zukunft immer und immer wieder vor mir aufgeschoben habe?
War ich nicht bereit, einen Schritt weiter zu gehen?
Was fürchte ich so sehr dass ich immer wieder verdränge, was da draußen auf mich wartet?

Der Zeitpunkt war vorauszusehen, irgendwann musste er kommen.
Ich hatte und habe immer noch Angst vor dem Tag an dem er vor meiner Tür steht und sich nicht mehr abwimmeln lässt.

The day has come.

Ich dachte immer, irgendwann käme die Zeit, irgendwann sei ich so weit, alt genug, reif genug um die Entscheidung in die eigenen Hände zu nehmen.
Irgendwann, so dachte ich, wäre ich bereit eine Entscheidung zu fällen, irgendwann würde ich schon wissen, was die Zukunft für mich bringen sollte.
Jetzt ist es so weit und ich bin keinen Schritt voran gekommen.
Ich fühle mich wie ein Grundschulkind, das keine Ahnung vom Leben hat, das nicht weiß was die Welt für jeden einzelnen von uns zu bieten hat.
Ein Kind, das nicht weiß, was Glück bedeutet.

Ja, was macht mich eigentlich glücklich?
Was ist der Job, der mir mein Leben lang Spaß macht?
Der Job, der mir nicht langweilig wird? Der Job, mit dem ich mein Geld verdienen möchte?

Was wird mir für den Preis meiner Freiheit geboten?

Es gibt so viele Jugendliche – wenn du sie fragst „Was möchtest du werden? Was willst du später einmal machen?“ – bekommst du als Antwort: i„Nichts“
„Arbeitslos – das wär echt am besten, nichts tun und trotzdem Geld bekommen.“

Das hört sich alles schön und gut an, wer möchte das nicht?
Für keine Arbeit viel Geld verdienen?
Klingt nicht schlecht.
Man erhält seine Existenz – und das ohne Mühe, ohne die geringste Anstrengung. Du kannst investieren ohne dafür körperliche oder geistige Leistung zu bringen.
Ein Luxus.

Aber ich bin nicht so.
Ich möchte arbeiten. Ich möchte mit eigenen Händen den Ziegelstein tragen, der meine Existenz begründet.

Doch was?
Für was entscheide ich mich schlussendlich?
Was beeinflusst mich so unendlich dass ich laut aufschreien könnte?

Ja, es ist der lange und steinige Weg.
Der Weg den nicht nur ich, nein, den wir beide zu gehen haben.

Ich liebe jemanden.
Und das räumt mir Steine in den Weg.

Ich kann nicht mit dem Körper in eine andere Stadt ziehen und mein Herz bleibt ewig dort, wo es hingehört.
Es wird mich zerreissen.
Aber ich kann nicht.
Ich kann nicht.

Die Vorstellung allein macht mich krank.
Ich werd eingehen.
Eingehen in der Welt die mich so anzieht, die Welt die mein Herz flatternd macht.

Wovon ich spreche ist Wien.
Schon in der Grundschule war es mein Traum in Wien Veterinärmedizin zu studieren. Ich kam ab von der Idee an dem Tag als ich die Schule schmiss, und ich dachte der Traum würde nie wieder zurückkehren, er war durch mein Handeln geplatzt wie eine Seifenblase.
Aber später begriff ich, ich bin noch jung, und so lange ich jung bin stehen mir so viele Möglichkeiten offen!
Diese Möglichkeiten muss ich nutzen, so lange es noch geht.

Aber ich kann nicht egoistisch handeln.
Ich kann nicht an mein eigenes Leben denken, so lange das Leben eines anderen für mich im Vordergrund steht.
Gehe ich weg, ist das unser Tod, das vermag ich mit ziemlicher Sicherheit zu sagen.
Und wenn nicht die Liebe stirbt, dann ist es die Leidenschaft.
Und wenn weder Liebe noch Leidenschaft sterben, dann trägt die Entfernung dazu bei dass wir beide uns wieder alleine fühlen, so wie früher.
Und wir werden, wenn auch mit schlechtem Gewissen, versuchen, wieder die Zweisamkeit zu finden.
Aber nicht miteinander.
Und das macht mich unendlich traurig.
Das ist der Grund warum ich nicht gehen kann.

Und was dann?
Wenn ich bleibe, wer garantiert mir, dass ich hier glücklich werde?
Wer garantiert mir, dass du nicht wegläufst und mich zurücklässt?

~... Und ich sitze in der Welt, die ich mir selbst geschaffen habe.
Eine Welt in der du eingeplant warst, ein fixer Bestandteil.
Der Bestandteil auf den alles aufgebaut war.
Wenn du von diesem Plan verschwindest, bricht alles ein, so als würdest du einem Gebäude seine Grundmauern wegnehmen.
Dann breche auch ich ein.
Gott weiß, woher ich die Kraft nehmen sollte, neu anzufangen und die Grundmauern auf mir selbst zu errichten....~


Ja, die Grundmauern auf mir selbst errichten – warum mache ich das nicht jetzt – jetzt sofort, bevor alles schief geht?
Ich weiß nicht wie...

Ich sage, ich nehme keine harten Drogen – aber die härteste Droge in meinem Leben bist du.

Wie soll das weitergehen?
Ich kann und will nicht ohne dich, aber ich möchte glücklich werden.
Nicht mit deinem Geld, nicht mit geschenktem Geld, nicht mit verdientem Geld eines Jobs, der mir keinen Spaß macht...

What am I gonna do?
5.2.08 09:18
 


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