Platon is dead my dear...

Ich war lange Zeit der Überzeugung, dass nur die reine platonische Liebe exisitiert,
dass es eine strikte Trennlinie zwischen seelischer und körperlicher Bedürfnisse gibt, und dass diese Bedürfnisse in Kombination nicht funktionieren.
Heute weiß ich, dass es nicht so ist.
Wir beugen uns den körperlichen Bedürfnissen viel zu gerne, weil sie uns Spaß machen

Auch wenn ich nicht mehr dieser Ansicht bin,
möchte ich den Blog in seiner ursprünglichen Form bestehen lassen, darum bleibt auch der folgende Text unverändert.



Platonische Liebe ist das Supremum von Freundschaft.

Platonische Liebe bedeutet nicht die Ausklammerung von Sexualität.

Platonische Liebe ist der "herkömmlichen" Liebe täuschend ähnlich.

Platonische Liebe ist oft Selbstbetrug.

Platonische Liebe ist manchmal eine besonders schmerzhafte Form der Autoaggression

C'est platonique....

Ein Freund geht neben dir. Ihr seid euch lange schon
sehr vertraut. Die berührungslose Nähe tut euch beiden
wohl. Eine feine Spannung schwingt zwischen euch. Es
ist so, als würdet ihr einander mit liebevoller Energie
umhüllen.

Tiefempfundene Gedanken, die der eine beginnt und
der andere vollendet, finden den Weg zu Kopf und Herz,
erquicken Leib und Seele. Eure Gespräche beinhalten
mehr als nur Worte.
Was euch verbindet, ist unaussprechlich. Dieser Austausch
endet auch nicht, wenn ihr euch trennen müßt. Ihr begegnet
einander auch im Schlaf.

Empfindet der eine Schmerzen, verspürt es der andere
und er hüllt den Kranken liebevoll ein mit aller Kraft und
Wärme. Wohltuend gelabt erwacht am Morgen er, der
die Schmerzen erlitten und weiß um die Fürsorge, die
der Andere ihm zuteil werden ließ.

Einander erspüren, gegenseitig die Schwingungen aus
der Ferne erfühlen, auch in der Trennung noch in
gleichen Bahnen zu denken, ist die Art, mit der ihr euch
liebt.
Ihr habt die Erfahrung, und immer wieder erprobt ihr sie
neu, sich freigeben schafft wahre Nähe.

Aber Eros ist nicht körperlos! Er ist kein liebliches
Engelchen. Er ist ein gewaltiger, fordernder Gott!
Wie gut und edel, wie selbstlos die Gründe auch sein
mögen, wer sich ihm widersetzt, leidet.



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Sigmund Freud sagte...

"Wo sie lieben, begehren sie nicht, und wo sie begehren, können sie nicht lieben."

Herr Freud, ich muss ihnen diesmal widersprechen, das stimmt nicht! Ich weiß es... (02.10.2007)

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